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PROGRESSIVE CORNER |by Werner Wachtarczyk

Punkte: 94/100

Mann o Mann, was ist mir denn da für eine CD ins Haus geflattert, das waren meine Gedanken nach dem ersten Durchlauf. Nein, nicht negativ, sondern postiv überrascht hat mich das kleine runde Teilchen der Norwegischen Formation "Circles End". "In Dialogue with the Moon" ist das erste offizielle Album der Band, und dürfte bei jedem Proggie mehr als nur gut ankommen, denn die Boys aus Norwegen Karl Riis Jacobsen (Vocals), Omar Emanuel Johnsen (Gitarre, Vocals), Trond Lunden (Gitarre, Vocals), Goran Kristiansen (Bass) und Jarle Anders Pettersen (Drums) haben ohne jeden Zweifel einiges drauf. Im weiteren hat die Band noch zwei Gastmusiker mit an Bord, zum einen den Keyboarder Kristian Landmark, zum anderen Lars Christain Folkword, der die Band mit Violine unterstützt. Auf dem Album ist von melodischen bis abgedrehten Rock und wunderschönen Balladen alles vorhanden, was das Proggerherz höher schlagen lässt.

Okay, am besten nun weiterlesen!! Reichlich abgedreht geht's in den ersten Song, und nach knapp einer Minute habe ich das Gefühl einen neuen Spock's Beard Song zu hören, nein, kein Witz, Alan Morse'sche Gitarrenriffs und der Gesang erinnert mehr als nur an Neal Morse. Und das Teil ist wirklich gut, und meiner Meinung nach hätten es die Bärte nicht viel besser gemacht!!! "Startled Eye" steht dem Opener in nichts nach, ab hier ist aber fertig mit Spock's Beard Sound, sondern eigenständiger, sauber arrangierter Rock mit etwas schrägen Gitarrenparts und mehrstimmigen Gesang ist angesagt. Gegenüber den ersten beiden Songs wirkt anfangs "Long Gone" recht harmlos, hier dominieren die Melodiebögen. Das Violinenspiel von Lars Chr. Folkword gibt dem Song zudem einen besonderen Touch. Ist das aus zwei Parts bestehende "Sleepless" im ersten Teil sehr balladesk angelegt; der ruhige, wohltuende Gesang wird nur von einer spanischen Gitarre begleitet, zeigt sich Part 2 von der schrägeren Seite mit viel Synthysound und etwas jazzigem Charakter. Mit "Soliloquy" folgt wieder mal eine etwas rockigere Nummer mit wunderschönen athmosphärischen instrumentalen Mittelpart, der leider viel zu kurz ist. Mit der beste Song auf "In Dialogue with the Moon" ist das etwas schleppende "This Day" mit seinen Heavy-Gitarren. Beim instrumentalen "El Mar/La Mar" begeben sich die Jungs wieder etwas in Spock's Beard Nähe, nicht ganz so deutlich wie beim ersten Song, aber so viel Spielwitz wie bei "El Mar/La Mar" bin ich mir nur von Spock's gewöhnt. Als Abschlussnummer hat "Circles End" eine traumhaft schöne Ballade ausgewählt, die mit knapp 3 Minuten viel, viel zu kurz ausgefallen ist!!

Fazit: Viel brauche ich wohl nicht mehr zu schreiben, darum mache ich es auch kurz. Ein tolles Debut einer Newcomerband und für mich das erste richtige Highlight in diesem Jahr!!!